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Induriel

Vor langer Zeit, weit vor den ersten Lebewesen und erst recht vor den ersten Menschen, weit vor den alten und weisen Völkern der Wälder, den Wesen der Berge und den Kreaturen unter der Erde und auch lange bevor es die Welt selbst gab, da herrschte eine Stille in den Weiten der Räume. Niemand vernahm sie, da keiner da war, der hätte hören können und es gab auch keinen, der da hätte schauen können in die unendlichen Weiten. Und selbst wenn doch, so hätte er nichts sehen können, denn es herrschten weder Licht noch Schatten. Es war eine unbeschreibliche Dunkelheit, die kein Auge sehen noch hätte beschreiben können, denn sie entzieht sich dem Blick und ist nur von denen zu erkennen, die weit vor der Zeit selbst schon in ihr lebten. Aber auch sie vermochten, sie erst zu sehen und zu spüren, als ihnen die Gabe der Voraussicht zuteil wurde, geschenkt kurz vor dem Beginn der Zeit und bis ans Ende aller Tage ihr eigen, über das sie gebieten, wie über die Macht, die ihnen verliehen wurde. Doch sie ist nur geliehen.

Der Eine ließ einst aus der unvorstellbaren Leere, in der er seit jeher ist, die ihm innewohnende Macht walten und beendete die ewige Dunkelheit, indem er etwas jenseits von ihr ersann. In nur einen einzigen seiner unzähligen Gedanken legte er sein Wissen, seine Weisheit und all seine Eigenheiten, deren Vielzahl keine Grenzen kennt, und bündelte sie alle zu einem einzigen Moment von ungeheurer Urgewalt. Und so begann die Zeit.

Mit ihr hatte das Leben in all seinen Formen und Arten der Erscheinung zwar nicht direkt begonnen, doch zumindest die Möglichkeit seiner Entstehung war nun begründet und so entwickelte sich aus dem einstigen Nichts in den Räumen der Weite eine schier endlose Vielzahl von wundersamen Erscheinungen. Aus den Nebeln der Zeit entstanden nach Äonen die ersten Sterne der Weite und es wurden immer mehr, sodass ihre Zahl nicht mehr zählbar die Grenzen der Vorstellung überschreitet und damit auch die Grenzen dessen, was in ihnen und der Weite uns sonderbarem vorstellbar sein mag.

Als aber der Eine die Welt aus dem Nichts hob, da begründete er auch die Zeit. Er selbst - der zeitlose und unendliche – konnte trotz seiner grenzenlosen Macht und Weisheit nicht Teil der Welt bleiben, die er begründet hatte, denn sie gehorchte anderen Gesetzen und auch wenn sie und alles in und aus ihm entsprungen waren, so war sie endlich, wie auch all die Wesen, die vom Anbeginn der Zeit an in ihr lebten, leben würden und bis zum Ende aller Tage noch darin sein mochten.

So verließ der Eine die Welt und zog sich hinter die Weiten der Räume zurück. So wartet er in der Unendlichkeit, hinter den Rändern der Zeit und weit hinter dem Nebel aus Sternenstaub, bis der gesamte Kosmos sein Ende erreicht und sich im schwarzen Sog der Dunkelheit Vergangenheit, Gegenwart und auch die kommenden Äonen wieder an einem Ort zu einer Zeit vereinen, wo sie doch sonst schon nebeneinander und dennoch getrennt existieren und an diesem Einen sich bündeln, um wie schon einst so dann wieder von neuem zu erstehen bis in alle Ewigkeit...

Doch dies ist eine andere Geschichte, die zu erzählen Ich weder ganz im Stand bin, noch will Ich sie euch näher bringen, noch nicht. Ihr müßt vorerst selbst nach dem suchen, was wohl in der Weite liegt, denn was euch dort erwartet, hängt von dem ab, was in euch liegt! Welche Wahrheit dir in ihr begegnen wird, bleibt dir überlassen, dir allein! Also mach dich bereit!

Entstehung

Gefördert im Rahmen des Exploratory Teaching Space (ETS) der RWTH-Aachen konnte dieses Projekt am LuF Biblische Theologie des Instituts für Katholische Theologie ins Leben gerufen wurden. Erstmalig wurde es im WiSe 2015/2016 im Rahmen der Lehrveranstaltung "Einführung in die Biblische Theologie" eingesetzt. Mit Induriel ist eine webbasierte Lehr- und Lernplattform geschaffen wurden, in denen die Studierenden mit ihrem jeweiligen Avatar durch die verschiedenen Welten Induriels ziehen, in unterschiedliche Abenteuer eintauchen und Quests lösen, wobei sie auf spielerische Art und Weise die Inhalte der Vorlesung auf- und nachbereiten.

Das Team

Projektleitung:

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Entwicklung „Questlab“:

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